Juni 2009, Woche
24
Abgrund oder Umbruch ?
Die
Postmoderne hat leider so ihre Tücken. Mit dem „Ende der Geschichte“ ist auch
eine gewisse Orientierungslosigkeit eingetreten. Und dies liegt wohl auch an
der dem Kapitalismus innewohnenden Instabilität bzw. – positiv ausgedrückt:
Dynamik. Da aber die Kraft des Marktes letztlich nur auf Bedürfnisbefriedigung
ausgerichtet ist, werden nicht konsumierbare Güter kaum mehr in ausreichendem
Maß hervorgebracht. Gerade diese Dinge haben aber die schöne Eigenschaft
beständig zu sein, da sie sich nicht durch Konsum abnutzen und mithin als
Orientierungshilfe dienen können.
Wie
groß der Bedarf nach Richtung und Sinn in der Postmoderne ist, zeigt der Zulauf
zu religiösen Gruppierungen seit Jahrtausendwende recht deutlich. Dabei ist es
offenbar nicht nur genug, sich einer Glaubensrichtung zugehörig zu erklären.
Nein, eine solide bzw. fundamentale Ausrichtung ohne Zweifel an überlieferten
Texten ist die Art und Weise wie heutzutage verstärkt geglaubt wird. Wobei sich
auch eher unreligiöse Disziplinen, wie z.B. Wissenschaft, Internet, Prominente
und Sport durchaus als „Glaubenssphären“ eignen.
Nun
wäre dieser hier attestierte gesellschaftliche Zustand nicht weiter der Rede
wert, wenn wir nicht in einer Zeit lebten, die von erheblichen Gefahren
gekennzeichnet ist: Atomwaffenarsenale, Überbevölkerung, Globale Erwärmung,
Weltwirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit, Hedgefonds, Millionengehälter, Luftverschmutzung,
Erosion, Organisierte Kriminalität, Menschenhandel, Drogen, Waldsterben, Seuchen
und Pandemien, Jugendgewalt, Rohdung des Regenwaldes, Verstaatlichung,
Terrorismus, Rohstoffverknappung, Krieg, Armut und Hunger sind wesentliche
Themen unserer Zeit. „Pandora’s box is
open!“
Interessanterweise
haben wir uns schon so sehr an die Anwesenheit dieser Plagen gewöhnt, dass wir
gar nicht mehr in der Lage zu seien scheinen, uns eine „heile Welt“
vorzustellen. Daher fällt es denn auch den Gegenbewegungen trotz weltweiter
Internetvernetzung sehr schwer tragfähige Gegenpositionen aufzubauen. Denn die
Probleme der Menschheit sind a.) vielfältig, b.) untereinander vernetzt und c.)
nicht auf einfache Weise zu lösen. Und ohne kernige Thesen und charismatische
politische Führungspersonen läßt sich die (konsumorientierte) Masse kaum für
etwas gewinnen.
Aber
vielleicht wäre dies auch gar nicht notwendig, wenn es gelänge (z.B. durch das
Internet), die Menschen erstmalig in der Menschheitsgeschichte an einen
(virtuellen) Tisch zu bringen und endlich globale Maßnahmen für globale
Phänomene zu beschließen.
¨
Mai 2009, Woche 19
Rentengarantie
Wir
haben eine Rezession. BMW hat gerade ein negatives Quartalsergebnis vermeldet.
Auch bei der Post werden Verluste
geschrieben
und es wird demzufolge die Arbeitszeit verlängert, um die Lohnstückkosten zu
senken. Die Arbeitslosigkeit
ist
unverändert auf hohem Niveau: 8.6 % oder 3.5 Millionen Arbeitslose stehen in
Deutschland
rund 38 Millionen Erwerbstätigen gegenüber.
Mehr
Gewicht haben aber die rund 20 Millionen Rentner, die gegenwärtig über den
sogenannten „Generationenvertrag“
ihre
monatlichen Rentenzahlungen beziehen. Es sind die Jahrgänge der Kriegskinder
und ihrer Eltern, die aktuell
67
Jahre und älter sind. Viele haben vom Wirtschaftsaufschwung im
Nachkriegsdeutschland profitiert und
besitzen
heute Eigentum in und auch oft außerhalb Deutschlands. Man trifft sie sowohl
beim örtlichen Karstadt,
als
auch beim Italiener oder Griechen und besonders oft an sonnigen
Urlaubsparadiesen.
Es
sind die Kriegskinder oder zum großen Teil die Alt-68er, die nun von der
Rezession verschont werden sollen.
Ist
dies ein verspätetes Dankeschön an die Generation des Wiederaufbaus ?
Oder
nur die Konsequenz der eklatant unpolitischen Arbeitnehmergenerationen „X“, “Y“
und „Z“ ?
Während
viele Arbeitsnehmer um ihren Arbeitsplatz bangen und reale Lohnkürzungen in
Kauf nehmen müssen,
werden
die Lohnnebenkosten durch die Rentengarantie absichtlich hoch gehalten. Dies
belastet die Wirtschaft auf der Kostenseite,
hilft
ihr aber auch beim Absatz. Denn Rentner, so offenbar das Kalkül der Bunderregierung,
geben
ihre
Rente ja zumeist gleich wieder aus, denn: „Das letzte Hemd hat keine Taschen“.
Stimmt
die Rechnung ? Vielleicht, aber nicht
unbedingt. Denn viele wohlhabende Rentner sparen, vererben oder
verschenken
ihren
angesammelten Wohlstand und tragen daher nicht zur Belebung des Absatzes bei.
Leider wissen wir nicht,
wie
hoch die Quote dieser „reichen Rentner“ in Deutschland wirklich ist.
Aber vielleicht gründen diese ja
irgendwann
aus Mitleid an der Generation ihrer unmündigen Kinder einen Hilfsfond für
politisch unbegabte ?
¨
April 2009, Woche
17
Die Krise des Kapitalismus
Lang
wurde sie erwartet, jetzt ist sie endlich da: Die weltweite Wirtschaftskrise.
Hohe einstellige Schrumpfungsraten
der
nationalen Ökonomien und Einbruch von Exportnachfrage sind klare Indikatoren.
Darüber sind sich auch alle Medien
und
Politiker einig. Nachdem nun Gesine Schwan vor aus der Krise resultierenden
„Unruhen“ gewarnt hat
melden
sich viele Wirtschaftsvertreter zu Wort und sprechen von „Panikmache“. Kredo:
Die Krise ist da,
aber
wir sollten jetzt alle einfach aus- und durchhalten.
Frage:
Ist eigentlich das zyklische Auftreten der Rezession ein notwendiges Element
dieser Welt ?
Bei
allem Forschritt im technischen und medizinischen Bereich sollte es doch
möglich sein, das Phänomen der
Wirtschaftskrise
abzuschaffen, oder ? Denn in jeder
Krise verlieren Millionen von motivierten und fleißigen Arbeitnehmern
Ihren
Job und damit nachweislich und unwiederbringlich das Vertrauen in diese unsere
Wirtschaftsform.
Die
Konsequenz ist zwangsläufig, dass es immer mehr Bürger gibt, die dem
Wohlfahrtsversprechen des Kapitalismus
keinen
Glauben mehr schenken können. Da zudem der freie Markt die fossilen Ressourcen
des
Planeten vernichtet und (ebenfalls nachweislich) zur Erderwärmung führt, ist es
doppelt in Frage zu stellen,
ob
wir alle „einfach so weitermachen“ sollten und auf ein Ende der aktuellen Krise
warten sollten.
Wäre
es nicht besser, umzudenken ? Sollte
die Menschheit nicht jetzt (oder nie) die Chance ergreifen
und
das Wirtschaftssystem so nachhaltig reformieren, dass weitere Krisen
ausgeschlossen werden können ?
Leider
ist viel des notwendigen Kapitals für einen Neuanfang bereits in das marode
Bankensystem hineingeworfen worden.
Ob
sich die milliardenschweren Investitionen gelohnt haben, steht in den Sternen.
Hätte
man nicht ohnehin – entsprechend der Philosophie des „freien Spiels der Kräfte“
ein Paar der ganzen maroden Banken
einfach
bankrott gehen lassen sollen ? Stichwort: „Marktbereinigung“ ?
Warum
vertraut man dem Kapitalismus, der viele Menschen in Boomzeiten reich machen
kann, in der Krise auf einmal nicht mehr ?
Es
liegt nahe zu vermuten, dass die Wirtschaftspakete aus purer Angst geschnürt
worden sind.
Und
es liegt ebenfalls nahe, dass genau diese Angst vor globaler Verelendung
seitens der Banken gezielt
gefördert
wurde, um die Milliarden (oder sind es sogar schon Billionen ?) in die eigenen
Taschen fließen zu lassen.
Nun
sind viele der Zocker-Institute mittlerweile halbstaatlich und können darauf
hoffen, dass sich die von Gesine Schwan
prognostizierten
„Unruhen“ daher nicht primär gegen sie richten werden. Und wenn doch, dann wird
wohl die Bundeswehr bald
in
den Schalterhallen der Banken Wache schieben müssen.
¨
Januar 2008, Woche
4
Deutschland
sieht - von außen aus betrachtet - irgendwie komisch aus. Einerseits ist es
omnipräsent in Form der exportierten Luxusautos.
Und
politisch gesehen ist „Angela“ natürlich bekannt. Andererseits nimmt man Kunst
und Kultur aus Deutschland kaum war.
Bzw.
nimmt man gute zeitgenössische Werke nicht als spezifisch „deutsch“ war. Dies
liegt einerseits sicherlich daran,
dass
vieles, was für den internationalen Markt produziert wird, sich speziell an den
dafür wahrgenommenen Maßstäben orientiert.
Andererseits
ist das internationale Interesse an der Frage: „Was ist deutsch ?“ außerhalb
der üblichen Holocaustdiskussion eher gering.
Dafür
gibt es einfach zu viele Länder auf der Welt deren Kenntnis und Beschäftigung
sich offenbar mehr lohnt.
Nichtsdestotrotz
ist es interessant festzustellen, dass sich Weizenbier, Glühwein und
Weihnachtsmärkte
bei
den europäischen Nachbarn wachsender Beliebtheit erfreuen.
Jedoch
müssen die Deutschen aufpassen, dass sie dieses vorsichtige Interesse nicht
durch rüdes Verhalten wieder zunichte machen.
(Autobahn-)raserei,
Platzhirschgehabe, Muffeligkeit und Engstirnigkeit sind ernstzunehmende
Bedrohungen
des
Ansehens auf dem internationalen Parkett.
¨
Juli 2006, Woche
30
Es ist eine Illusion zu
glauben, dass durch Studiengebühren die Qualität der Lehre verbessert werden
könnte.
Denn die an der Lehre
beteiligten Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeiter sind vornehmlich an
der Publikation
von eigenen Forschungsergebnissen und nicht
primär an der Lehre interessiert. Die Mehreinnahmen sollen wohl auch nicht in
das lehrende Personal,
sondern in den Gerätepark oder zusätzliche
studentische Tutoren investiert werden. Erstere werden bei herrschender
Mittelknappheit
wiederum nach Forschungsgesichtspunkten
beschafft und letztere führen zu einer kontraproduktiven Verschulung des
Studiums.
Das fatale an
Studiengebühren ist der geschürte Glaube, dass ein Studienerfolg unabhängig von
der eigenen Begabung käuflich sein könnte.
Wenn erst ein Großteil der
Hochschulfinanzierung in studentischer Hand liegt, wäre dies auch folgerichtig,
denn: Welche private Universität
verprellt schon gerne
seine zahlende Kundenschaft durch allzu harte Prüfungen?
Die Erinnerung an das
eigene Studium zeigt, dass der Besuch von Lehrveranstaltungen und Übungen ohnehin
nicht notwendig für ein erfolgreiches Studium ist. Vielversprechender ist die
Erarbeitung des Wissens in einem kleinen Kreis von Kommilitonen.
¨
Im nächsten Jahr wird
alles teurer. Die Umsatzsteuer steigt um drei Prozentpunkte auf 19%. Damit werden
alle Produkte des
täglichen Bedarfes
teurer. Zudem wird der Krankenkassenbeitrag um 0.5% ansteigen. Zusätzlich wird
die Pendlerpauschale ganz und
das Kindegeld zum Teil
gestrichen. Und dann steigt der Ölpreis weiterhin unaufhörlich und besonders
gern dann, wenn die
Dauerkrise im nahen
Osten wieder einmal einen traurigen Höhepunkt erreicht.
Aber hier die gute
Nachricht: Das Konsumklima ist so gut wie seit 14 Jahren nicht mehr. Die
Konsumbürger scheinen einfach gar
nichts zu kapieren. Oder
sollte der Satz von Marilyn Manson gelten: „Je mehr Angst die Bürger haben,
desto mehr konsumieren sie!“
(Zitat aus „Bowling for Columbine“ von Michael More).
¨
Die Fusball WM ist
erfreulicherweise ohne große Zwischenfälle am 9. Juli nach 147 Toren beendet
worden.
Italien gewann gegen
Frankreich im Elfmeterschiessen mit 5:3.
Die deutschen Flaggen an
Autos und Balkonen sind mittlerweile wieder verschwunden. Die bange Frage, ob
sich nun ein
neuer Patriotismus
ausbreiten würde ist eindeutig negativ zu beantworten. Allerdings bleibt
festzuhalten, dass besonders
viele BMW, Audi und
Mercedesfahrer an ihren Karossen Fahnen angebracht hatten. Sind Fussballfans
nun eher reich ?
Oder ist die Beflaggung
zu nationalen Ereignissen (wie eh und je) ein Kennzeichen wohlhabender / konservativer
Schichten ?
April 2006, Woche
17
VW®
hat angekündigt, die wöchentliche Arbeitszeit von 28.8 auf 35 Stunden pro Woche
ohne Lohnangleichung zu erhöhen.
Nicht
nur, dass nun ein krasser Freizeitverlust droht, dieses „Angebot“ bedeutet auch
eine Kürzung
des
Stundenlohns um fast 25%. Und eine Bedrohung von 20000 Arbeitsplätzen.
Wir
schreiben das Jahr 2006. Es herrscht Fachkräftemangel in Deutschland und die
Unternehmer realisieren ihre
Gewinnmargen
auf Kosten der Arbeitnehmer. Bei gleichzeitiger Erhöhung der Produktivität. Und
niedrigem Krankenstand.
Warum
sich kein Widerstand regt, scheint unverständlich. Vielleicht haben alle vor
den 4,7 Millionen Arbeitslosen angst.
Die
VW Aktie ist seit Jahresanfang übrigens um 45% (!) gestiegen.
¨
Zum
Überfall auf einen Deutsch-Äthiopier in Potsdamm sagte Innenminister Schäuble
im Deutschlandradio Kultur:
„Es
werden auch blonde, blauäugige Menschen Opfer von Gewalttaten, zum Teil sogar
von Tätern,
die
möglicherweise nicht die deutsche Staatsangehörigkeit haben. Das ist auch nicht
besser
¨
Im
Öffentlichen Dienst wird sei 11 Wochen gestreikt. Auch dort soll die
Arbeitszeit ohne Mehrkosten verlängert werden.
Zwar
nur um 18 Minuten pro Tag, aber diese summieren sich im Jahr auf fast 2 Wochen
Mehrarbeit.
Die
öffentlichen Arbeitgeber akzeptieren offenbar die Streiks von Müllabfuhr,
Kindertagesstätten, Krankenhausärzten,...
Man
lässt öffentlich verlauten, dass sich die Beschäftigten „wegen 18 Minuten nicht
so anstellen sollten“.
Das
gleiche muss man die Arbeitgeber fragen: „Warum einen zermürbender Streik über
Monate provozieren,
wenn
es doch nur um 18 Minuten geht ?“
¨
Der
Ölpreis liegt derzeit bei 70 $ pro Barrel (159 l). Damit ist er innerhalb von
einem Jahr um rund 50% gestiegen.
Gründe
für diese Verteuerung liegen nicht etwa in der Knappheit begründet, sondern in
„politischen“ Gründen.
Jeder
Terroranschlag steigert den Umsatz der Ölexporteure. Der Benzinpreis lag 1996
übrigens bei rund DM 1.40.
¨
Vor
einem Jahr ist die A380 zum ersten Mal vom Flugplatz Toulouse abgehoben. Das
größte Passagierflugzeug der Well
hat
mittlerweile den Evakuierungstest (873 Personen in 80 Sekunden) in Hamburg
bestanden. Die erste geplante
Auslieferung
geht an Singapore Airlines im Dezember 2006.
März 2006, Woche
10
„Wir
spielen nicht nur Western sondern auch Country !“. Könnte man nun sagen, da als
deutscher Beitrag
zum
Grand-Prix d´ Eurovision de la Chanson ein ländlich-romantisches Lied gewählt
wurde.
Die
Band heißt „Texas Lightning“ (ugs. für „warm abreißen“), die
Sängerin Jane Comerford, der Song „No No Never“.
Das Lied handelt von einer versprochenen Liebe, die größer
und fürsorglicher ist, als im Normalfall:
Breiter als der Ozean, tiefer als die See, höher als der
Berg, heller als ein Stern, brennfreudiger als die ewige Flamme.
Naja, Frau Comerford ist von Beruf „VocalCoach“
(Gesangslehrerin) und Dozentin an der Hochschule für Musik Hamburg.
Februar 2006,
Woche 8
Nach
der Aufregung um die dänischen Mohammend Karrikaturen gibt es neue Unruhe in
der arabischen Welt.
Durch
einen Anschlag auf den schiitischen Askarija-Schrein ist der Irak nahe dem
Bürgerkrieg.
Der
Iran wird möglicherweise der sunitischen Minderheit im Irak zu Hilfe kommen.
In
Deutschland breitet sich die Vogelgrippe unter Wildvögeln weiter aus.
Die
Regierung beschwichtigt die Bevölkerung.
Immer
mehr Menschen bunkern allerdings Tamiflu®.
Sollten
sich erste Menschen infizieren, wird die Fußball WM mit Sicherheit abgesagt.
Bei
den olympischen Winterspielen in Turin passiert Merkwürdiges.
Zunächst
wird die österreichische Mannschaft einer Dopingrazzia unterzogen.
Nun
stellt sich heraus, dass alle Testergebnisse negativ sind.
Und
was macht eigentlich Angela Merkel ...?
Die
Arbeitslosigkeit liegt weiterhin über 5 Millionen. Der neue Bundeshaushalt ist
wiederum verfassungswidrig.
Die
Mehrwertsteuer wird wahrscheinlich in Kürze auf 19% ansteigen und die
Endverbraucher belasten.
Unter
der Regierung Schröder wäre dies Anlass zu Kritik.
Jetzt
haben wir eine große Koalition und eine unsichtbare Opposition. D.h.: Alle sind
einverstanden.
November 2005,
Woche 45
Deutschland hat immer noch keine
neue Regierung,
weil die Koalitionäre aus CDU und SPD sich nicht einmal auf
einen kleinsten gemeinsamen Nenner einigen können.
In Frankreich brennen jede Nacht
Dutzende von Autos. Sie werden vermutlich von Jugendlichen angezündet, die ihre
Lage als chancenlos sehen und gegen die Gesellschaft rebellieren wollen.
Ausgelöst wurde die Welle der Gewalt durch den Tod zweier Jugendlicher in einem
Pariser Vorort und die ausländerfeindlichen Äußerungen des Innenministers.
Keine Neuigkeiten gibt es aus
dem Erdbebengebiet in Pakistan, wo mehrere zehntausend Menschen als Obdachlose
dem kommenden Wintereinbruch mit Furcht entgegensehen.
...und bei Thomas Gottschalk
waren Madonna und Shakira zu Gast.

Ich bin einverstanden, weil es viel
zu anstrengend ist, dagegen zu sein.
Der Vorteil: Es gibt nichts mehr
zu tun, wenn man sich einverstanden erklärt.
© Copyright komedes.com, ViSdP: R. M. Finke, Hainbuchenweg 6, 22299 Hamburg